Der sogenannte "Komplex Mauerbach" besteht aus ca. 2.900 originalen Textbüchern und Libretti mit etwa 3.600 Theaterstücken, erschienen von Mitte des 18. bis 20. Jahrhunderts. Bei diesem Bestand handelt es sich um einen Teil von ehemals in jüdischem Besitz befindlichen, von den Nationalsozialisten beschlagnahmten und nicht restituierbaren Kunstgütern. Diese wurden gemeinsam mit anderen geraubten Kunstwerken bis zu ihrer Versteigerung in der namensgebenden Kartause Mauerbach (Sammlung Mauerbach) nahe bei Wien gelagert. Die gesamte Sammlung Mauerbach wurde durch das Auktionshaus Christie's zugunsten der Opfer des Holocaust im MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst Wien am 29. und 30. Oktober 1996 (Mauerbach Benefit Sale) versteigert. Die Theaterbüchlein wurden hierbei unter Los 749-60 bei der Vormittagssitzung am 30. Oktober 1996 geführt und vom jetzigen Eigentümer erworben. Von 2003 bis 2006 war der Bestand zur Forschungsförderung dem Wiener Da Ponte Institut ( www.daponte.at ) überlassen. 2007 wurde das Don Juan Archiv Wien mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Bestands betraut.
Texte zu DJA-Forschungsfeldern
Projektbetreuerin und Webseitentext: Gabriele C. Pfeiffer
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