Don Juan Archiv - Wien, Forschungsverlag

 

Das 1952 in Paris gegründete RISM (Répertoire International des Sources Musicales; Internationales Quellenlexikon der Musik) bezeichnet sich als ein länderübergreifendes Projekt, das sich zur Aufgabe gesetzt hat, die weltweit überlieferten Quellen zur Musik umfassend zu dokumentieren. Bei diesen Quellen handelt es sich um handschriftliche oder gedruckte Noten, sowie Schriften über Musik und Textbücher aus den Beständen von Bibliotheken, Archiven, Klöstern, Schulen und Privatsammlungen. Somit ist das RISM die einzige global operierende Organisation zur Dokumentation schriftlicher musikalischer Quellen.

 

Das RISM ist nicht mit dem seit 1965 bestehenden RILM (Répertoire International de Littérature Musicale) zu verwechseln. Letzteres legt sein Augenmerk nicht auf die Primärquellen, sondern sieht sich als eine Art RISM für Literatur über Musik, die zwischen 1967 und heute veröffentlicht wurde. Beide Unternehmen kooperieren aber.

 

Eine enge Zusammenarbeit besteht auch zwischen dem RILM und seiner Schwesterorganisation RIPM (Retrospective Index to Musical Periodicals 1800-1950), um die Lücke der zu bibliograhpierenden Musikperiodika zwischen 1901 und 1961 zu schließen und hiermit vollständigen Zugang zu über 200 Jahren Musikzeitschriftenwesen zu ermöglichen.

 

( js )

Letztes Update:  5. December 2011
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