Don Juan Archiv - Wien, Forschungsverlag

Danksagung

[Ausschnitt aus:] H. E. Weidinger: Il Dissoluto Punito. Untersuchungen zur äußeren und inneren Entstehungsgeschichte von Lorenzo da Pontes & Wolfgang Amadeus Mozarts DON GIOVANNI. Wien: Phil. Diss., 2002, Bd. V, S. XV:

 

Der nunmehr in 12 Bänden vorliegende Anhang meiner Arbeit über die Entstehungsgeschichte von Da Pontes und Mozarts Dissoluto punito hat die ursprüngliche Zielsetzung, die dort verwendeten Quellen in systematischer Weise zu erfassen, mittlerweile bei weitem überschritten und ist gewissermaßen zu einem Werk sui generis geworden:

Er dokumentiert - von weiter unten genannten Ausnahmen abgesehen - alle Don-Juan-Fassungen des 17. und 18. Jahrhunderts, seien sie dem Schauspiel, dem Ballett oder der Oper zugehörig: Berücksichtigung finden alle überlieferten Drucke und Aufführungen des genannten Zeitraums, ausgewählte Aufführungschroniken sowie Werkbiographien einzelner Don-Juan-Autoren. Er dokumentiert zugleich das gesamte durch Librettodrucke überlieferte italienische Opern-Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts in den Ländern der Wenzels-Krone, unter Einbeziehung des europäischen Repertoire-Kontextes außerhalb Italiens.

Zu dieser weit über die ursprüngliche Fragestellung hinausgehenden Dokumentation der Entstehungsgeschichte von Da Pontes und Mozarts Dissoluto punito  hat mich mein Doktorvater Wolfgang Greisenegger in den ersten Planungsphasen nachhaltig ermuntert. Der Textteil (Band I - IV) war im Oktober 1998 abgeschlossen; der Anhang (Band V - XVI) nahm aufgrund der Fülle der zu verarbeitenden Daten weitere Jahre in Anspruch.

Die Dokumentation der Don Juan-Stücke des untersuchten Zeitraums versteht sich als Weiterentwicklung der Don-Juan-Bibliographien Armand Edward Singers (A Bibliography of the Don Juan Theme, Versions and Criticism, West Virginia University Bulletin, Series 54, No. 10-1, April, 1954; The Don Juan Theme, Versions and CriticismA Bibliography, Morgantown, West Virginia University, 1965; The Don Juan Theme: An Annotated Bibliography of Versions, Analogues, Uses, and Adaptations, Morgantown, West Virginia University Press, 1993), dem ich bei dieser Gelegenheit für wertvolle Anregungen herzlich danken möchte.

Der Anhang wäre in dieser Form nicht möglich, läge ihm nicht der bei weitem umfangreichste Libretto-Katalog der heutigen Zeit zugrunde, Claudio Sartoris I Libretti italiani a stampa dalle origini al 1800. Catalogo analitico con 16 Indici (7 Bände, Cuneo, Bertola & Locatelli 1990-1994); die Auswertung, sowohl im Hinblick auf Fragen des Don-Juan-Sujets, als auch auf die Entwicklung des italienischen Opern-Repertoires, bezeugt die reichhaltigen Analyse-Möglichkeiten dieses in vieler Hinsicht singulären Werkes. Ich danke den Verlegern Fidalma Locatelli und weiland Celso Maria Bertola für die Überlassung des Datenmaterials - den zweiten Eckstein der diesem Anhang zugrundeliegenden Datenbank.

Das vorgelegte Konzept wäre in diesem Umfang ohne Mithilfe nicht umzusetzen gewesen: Allen, die mich bei den zahlreichen Recherchen in europäischen und amerikanischen Bibliotheken, bei der EDV-Konzeption, wie deren Durchführung, sowie bei den umfassenden Schreibarbeiten unterstützt haben, sei an dieser Stelle mein Dank ausgesprochen: Renato Amati, Joan Bausi, Sylvia Burian, Erika Capesius, Stefano Cavallerin, Fabian Dierig, Bernhard Dobler, Hannelore Duffek, Stefan Fleischhacker, Michael Fuchs, Maria Führer, Werner Gilits, Martha Krautschneider, Martin Kurzmann, Karin Loeffler, Marek Marmol, Marco Mattana, Harald Maukner, Iris Pilz, Herbert Puchinger, Gertrude Schnabel, Arthur Singer, Florian Sommer, Albert Timel, Inge Twaroch und Brigitte Zehethofer.

Gerne gedenke ich der wunderbaren Prager Zeiten, der herzenswarmen Gastfreundschaft von Tery und weiland Kantor Moshe Blum wie der anteilnehmenden Unterstützung, insbesondere durch FRau Dr. Petrasková von der Musiksammlung der Prager Universitätsbibliothek und Herrn Professor Jellinek vom Prager Konservatorium.

Im langen Lauf der Jahre ergaben sich zahlreiche Gespräche mit Wissenschaftlern und Künstlern; es ist nicht möglich, an dieser Stelle alle zu nennen, doch möchte ich jene hervorheben, welche ich immer wieder Gelegenheit hatte zu führen: mit Erla Maria Ammerer, Rudolph Angermüller, Reinhard Eisendle, Klaus Heinrich, Herbert Lachmayer, Wilma Lipp, Thomas Macho, Hermann Merloo, Käthe Springer, Hedwig Szamosi, Giuseppe Taddei und Kurt Trimmel, sowie - tempore illo - mit Don Pietro Polverini und Msgr. Joseph Schrammel; sie haben die Arbeit in hohem Maß befruchtet.

Der Dank an meine Mutter läßt sich nicht mit Worten abstatten: Ihr ist diese Arbeit zugeeignet.

 

Wien, 22. Mai 2002

H=W

Letztes Update: 27.11.2014