Don Juan Archiv - Wien, Forschungsverlag
Ilber Ortayli Lectures - I
Ilber Ortayli Lectures - II
Ilber Ortayli Lectures - III
Ilber Ortayli Lectures - IV
İlber Ortaylı Lectures V

İLBER ORTAYLI - LECTURES I

Österreich und das Osmanische Reich in der maria-theresianischen Epoche

30. November 2013, 13 Uhr

Trautsongasse 6/6, 1080 Wien

 

Das Don Juan Archiv Wien erlaubt sich, die neue Vortragsreihe "İlber Ortaylı Lectures" anzukündigen. Im ersten Vortrag beleuchtet der international renommierte Historiker und ehemalige Präsident des Topkapı Palast Museums in Istanbul die Beziehung zwischen Österreich und dem Osmanischen Reich auf politischer und kultureller Ebene während der Regierungszeit Maria Theresias (1740–1780).

 

Nach dem Tod von Kaiser Karl VI. im Jahre 1740 trat dessen Tochter Maria Theresia 23jährig die Thronfolge an. Als Karl Albrecht von Bayern daraufhin die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches für sich beanspruchte, brach der Österreichische Erbfolgekrieg aus, der acht Jahre später mit der Bestätigung von Maria Theresias Anspruch auf die Erbfolge in den habsburgischen "Erblanden" endete. Es war für die junge Regentin Österreichs, Königin von Böhmen und Apostolische Königin von Ungarn sehr von Vorteil, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich seit dem Frieden von Belgrad am 18. September 1739 vorerst ein Ende gefunden hatten und die Kräfte auf die Durchsetzung "erbländischen" Regentschaft und nach 1748 auch auf ihre Reformen konzentriert werden konnten. Aufgrund dieser politischen Entwicklungen trat die Bedrohung durch das Osmanische Reich in den Hintergrund – dies hatte auch Konsequenzen für den Bereich der Kultur. Welche das waren, behandelt İlber Ortaylı in seinem Vortrag.

 

Die İlber Ortaylı Lectures ergänzen das Veranstaltungsprogramm des Don Juan Archivs zum Forschungsschwerpunkt "Ottoman Empire and European Theatre". Zu diesem werden seit 2008 unter Teilnahme von Forschenden aus der ganzen Welt alljährlich in Wien und Istanbul Symposien veranstaltet. Die erste, gut 1.000 Seiten starke Publikation zu diesem Projekt ist vor kurzem erschienen: Ottoman Empire and European Theatre. Vol. I: The Age of Mozart and Selim III (1756–1808), hg. von Michael Hüttler und Hans Ernst Weidinger, Wien: Hollitzer Wissenschaftsverlag 2013 (= Ottomania 1).

 

Das Don Juan Archiv Wien freut sich sehr, İlber Ortaylı für einen Vortrag in den Räumlichkeiten der Trautsongasse begrüßen zu dürfen und lädt alle Interessierten ein, daran teilzunehmen.

 

 

İLBER ORTAYLI - LECTURES II

Die Osmanen und die Habsburger: Struktur zweier Dynastien

4. Juni 2014, 14 Uhr

Trautsongasse 6/6, 1080 Wien

 

Das Don Juan Archiv Wien erlaubt sich, die zweite Veranstaltung der neuen Vortragsreihe "İlber Ortaylı Lectures" anzukündigen. Nach seinem ersten Vortrag im vergangenen November betitelt "Österreich und das Osmanische Reich in der maria-theresianischen Epoche", behandelt der international renommierte Historiker und ehemalige Präsident des Topkapı Palast Museums in seinem zweiten Vortrag die Struktur der osmanische und die Habsburgische Dynastien.

 

Die İlber Ortaylı Lectures ergänzen das Veranstaltungsprogramm des Don Juan Archivs zum Forschungsschwerpunkt "Ottoman Empire and European Theatre". Zu diesem werden seit 2008 unter Teilnahme von Forschenden aus der ganzen Welt alljährlich in Wien und Istanbul Symposien veranstaltet. Das 11. Symposium dieser Reihe findet am 5.-6. Juni 2014 in den Räumlichkeiten des Don Juan Archiv statt: Ottoman Empire and European Theatre VIII - Culture of Politics or Cultural Politics - Act Two: Representation, Theatricality and Cultural Transfer in the Ottoman-European Diplomatic Relations. Die zweite Publikation zu diesem Projekt erscheint gleichzeitig mit dem kommenden Symposium: Ottoman Empire and European Theatre. Vol. II: The Time of Joseph Haydn: From Sultan Mahmud I to Mahmud II  (r. 1730–1839), hg. von Michael Hüttler und Hans Ernst Weidinger, Wien: Hollitzer Wissenschaftsverlag 2014 (= Ottomania 3).

 

Das Don Juan Archiv Wien freut sich sehr, İlber Ortaylı für seinen zweiten Vortrag in den Räumlichkeiten der Trautsongasse begrüßen zu dürfen und lädt alle Interessierten ein, daran teilzunehmen.

 

 

İLBER ORTAYLI - LECTURES III

Der Friede von Belgrad (1739) und seine Folgen: Zum kulturellen Wechselspiel nach dem osmanisch-habsburgischen Friedensvertrag

11. Dezember 2014, 14 Uhr

Trautsongasse 6/6, 1080 Wien

 

In seinem dritten Vortrag im Don Juan Archiv referiert Prof. Ortayli über den Frieden von Belgrad und seine kulturellen Folgen, ein Thema, das beim 8. Symposium „Ottoman Empire & European Theatre“ am 28. – 29. Mai 2015 im Pera Museum, Istanbul, behandelt werden wird.

 

 

İLBER ORTAYLI - LECTURES IV

Das Bild der Habsburgermonarchie in der osmanischen Wahrnehmung und Geschichtsschreibung

18. April 2016, 14 Uhr

Trautsongasse 6/6, 1080 Wien

 

Das Don Juan Archiv Wien erlaubt sich den vierten Vortrag des Prof. Dr. İlber Ortayli, international renommierter Historiker und ehemaliger Präsident des Topkapı Palast Museums, anzukündigen.

Organisation und Leitung: Dr. Suna Suner

 

Ein Eindruck vom vierten Vortrag Ilber Ortaylis im Don Juan Archiv Wien

İLBER ORTAYLI - LECTURES V

 

Die Diplomatie des Osmanischen Reichs im Wandel der Jahrhunderte

27. Oktober 2016, 14 Uhr

Trautsongasse 6/6, 1080 Wien

 

Das Don Juan Archiv Wien lädt herzlich ein zum fünften Vortrag von Prof. Dr. İlber Ortayli, international renommierter Historiker und ehemaliger Präsident des Topkapı Palast Museums.

Organisation und Leitung: Dr. Suna Suner

 

 

İlber Ortaylı Lectures V am 27. Oktober 2016
İlber Ortaylı Lectures V am 27. Oktober 2016
İlber Ortaylı Lectures V am 27. Oktober 2016

 

İlber Ortaylı Biographie

İlber Ortaylı, geb. 1947 Bregenz, ist Professor an der Galatasaray Universität (Istanbul) und Bilkent Universität (Ankara) am Lehrstuhl Rechtsgeschichte.

Er besuchte das Österreichische Gymnasium St. Georg, später das Gymnasium in Ankara und studierte an der Universität Ankara. Bei Prof. İnalcık beendete er seine Studien an der Universität Chicago mit einem Magisterabschluss. Später besuchte er auch die Universität Wien. Seine Dissertation schrieb er im Jahre 1978 über die Regionalverwaltungen im Osmanischen Reich nach der Tanzimat-Periode (Tanzimat Sonrası Mahallî İdareler) an der Universität Ankara, an der Fakultät der politischen Wissenschaften. 1979 wurde er Privatdozent. 1981 veröffentlichte er seine Arbeit über den deutschen Einfluss im Osmanischen Reich (Osmanlı İmparatorluğu'nda Alman Nüfuzu). 1982 nach dem Militärputsch protestierte er gegen die akademische Politik, die von der Regierung verfolgt wurde und gab seinen Posten an der Universität auf. Nachdem er an verschiedenen Universitäten in der Türkei, in Europa und Russland unterrichtet hatte, kam er 1989 an die Universität Ankara zurück und wurde Professor am Lehrstuhl Rechtsgeschichte und Verwaltungsgeschichte. Seine Schwerpunkte sind Rechtsgeschichte, osmanische Paläographie und Diplomatie sowie Geschichte des osmanischen Reiches zwischen dem 15. und 19 Jahrhundert.

Er ist Mitglied der Fundation der Osmanischen Studien, der CIEPO (Gesellschaft der Europäischen und Iranischen Studien) und der Akademie der Türkisch-Österreichischen Wissenschaftler. Er wurde 2011 Mitglied der mazedonischen Wissenschaftsakademie.

Im Jahr 2001 erhielt er den Preis von der Fundation Aydın Doğan. 2004 erhielt er den Afet İnan Preis für Geschichtsforschungen, 2005 von der italienischen Regierung den Ehrenorden „Onorificenza di Cavaliere III Classe“, 2006 den Lazio Preis, 2007 den Puşkin-Preis. 2010 wurde er vom französischen Kulturministerium als „d’Officier dans l’ordre des Arts et des Lettres“ ausgezeichnet. 2010 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen und 2011 wurde er erneut als „Officier dans l’Ordre des Arts et Lettres“ ausgezeichnet.

2006 ist eine Biografie über Prof. Ortaylı erschienen: Nilgün Uysal, Zaman Kaybolmaz: İlber Ortaylı Kitabı (Istanbul).

 

 

 

[Veranstaltungen]

 [Vorträge und Veranstaltungsreihen]

Letztes Update: 31.10.2016
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