Don Juan Archiv - Wien, Forschungsverlag

Claudio Sartori (Italienische Libretti von 1531-1800)

 

Aufnahmekriterien und Indici 

Aufnahmekriterien Sartoris:

Die Einträge in den Bänden I-IV sind prinzipiell alphabetisch nach dem Originaltitel (nicht nach Alternativ- oder Zweit-Titel) unter Außerachtlassung des bestimmten oder unbestimmten Artikels geordnet. Der Titel ist zur Hervorhebung stets in Blockbuchstaben. Daraufhin folgt eine orthographisch getreue Wiedergabe des Frontispizio, wenngleich endlose Ehrentitel abgekürzt oder durch Punkte in eckigen Klammern ausgelassen werden. Ebenso wird auf Kursivschreibung und die oftmalige Verwendung von Großbuchstaben und Punkten abseits des Titels verzichtet. Römische Zahlen sind durch lateinische ersetzt. Libretti ohne Angabe von Druckort oder -jahr erhalten den Vermerk "s.n.t." (senza note tipografiche).

Es folgt die Seitenangabe. Gibt es Illustrationen kann deren Anzahl genannt sein oder sogar der Graveur. Das Format des Textbuches (normalerweise zwischen 15 und 18 cm hoch) wird nur in außergewöhnlichen Fällen wiedergegeben.

Eine nahezu auf den Tag genaue Datierung eines Librettos resp. seiner Aufführung wird durch die Erwähnung des Dedikators und des oft am Ende des Vorworts wiedergegebenen Datums möglich. Enthalten Inhaltsangabe und Vorwort interessante Information, die sonst nirgendwo Erwähnung findet, (Komponist, Textdichter, Vorlage, Anlaß etc.), so ist diese als Zitat wiedergegeben.

Danach sind die Namen von Poet, Komponist, Bühnenbildner, Choreograph und die Sängerinnen und Sänger mit ihren jeweiligen Rollen aufgelistet. Fehlen die SängerInnen-Angaben sind zumindest die dramtis personae allein angeführt. Anhand unterschiedlicher Namen dieser Figuren lassen sich leicht unterschiedliche Versionen gleichen Titels finden.

Danach steht die Angabe früherer Literatur oder von Katalogen, die den konkreten Librettodruck erwähnen oder enthalten; fallweise mit (nicht immer verlässlichen) Komponist und/oder Dichterzuschreibungen in Klammern. Auf Alternativtitel oder verwandte Fassungen wird verwiesen, die dann entsprechend ihrem Platz im Alphabet aufgesucht werden können.

Am Ende der Scheda stehen die Bibliotheksnachweise samt Abteilung, in dem der Librettodruck verwahrt wird, nach Länderkürzel geordnet und mit den Abkürzungen der Institutionen gemäß dem RISM. Nachweise zu zeitgenössischen Partituren und Abschriften der Musik wurden ebenso berücksichtigt. Jeder Eintrag erhält rechtsbündig eine laufende Sartori-Nummer.

 

Die Indici:

"Il Catalogo è completato da una serie di Indici, che riteniamo indispensabili per l'utilizzazione pratica dell'opera." (Sartori, Vorwort, p. XV)

 

1. Ort und Theater der Aufführungen (Bd. VI, p. 1-224): alphabetische Ordnung nach Städten. Für jede Stadt existiert eine chronologische Liste mit Jahren, dem Titel des Werks und der Räumlichkeit (Theater, Kirche, Palast etc.) mit exaktem Datum oder zumindest Angabe der Staggione.

2. Autoren (Bd. VI, p. 225-336): alphabetisch geordnet. Jeder Autor erhält die ihm zustehende alphabetische Liste der Titel seiner Texte, mit Ort und Daten zu Ur- und Folgeaufführungen, sowie Alternativtiteln in Klammern. Aufgenommen sind hier zusätzlich gesicherte Autoren eines Textes, auch wenn sie nicht im konkreten Libretto Erwähnung finden.

3. Komponisten (Band VI, p. 337-468): siehe Bühnenbildner. Aufgenommen sind in diesem Index allerdings nur Komponisten, die definitiv in den jeweiligen Libretti genannt sind; es sei denn, es gibt verlässliche Informationen von früheren Bibliographien.

4. Impresarios (Band VI, p. 471-482): siehe Bühnenbildner. Sartori versuchte in diesem Index, Klarheit zu schaffen: z.B. über Impresarii, die im Vorwort von den Werken sprechen, als wären es ihre eigenen. Sehr oft wird der Impresario auch als "direttore dello spettacolo" bezeichnet. Auch daraus entstehende Verwirrung versucht Sartori zu lösen.

5. Bühnenbildner, -architekten, Designer, Maler, Stecher (Band VI, p. 483-500): alphabetisch geordnet und auffindbar in den Bänden I-IV mittels beigefügter Sartori-Nummer(n).

6. Choreographen (Band VI, p. 501-514): siehe Bühnenbildner. Der Choreograph war meist auch der erste Tänzer der Ballett/Tanz-Aufführung.

7. Kostümbildner (Band VI, p. 515-526): siehe Bühnenbildner. Berücksichtigung finden hier sowohl die Besitzer der Kostüme als auch die Schneider, Sticker und Hutmacher.

8. Fechtmeister und Direktoren von Schlacht-Szenen, Turnieren und Wettkämpfen (Band VI, p. 527-528): siehe Bühnenbildner.

9. Kulissenschieber, Werkzeugmacher, Inspizient (Band VI, p. 529-532): siehe Bühnenbildner

10. Dirigenten und Chorleiter (Band VI, p. 533-536): siehe Bühnenbildner. Der "direttore d'orchestra" ist oft mit dem ersten Violinisten oder dem Cembalisten identisch, aber ein Libretto kann auch sowohl einen Orchesterleiter (capo dell'orchestra) als auch einen Dirigenten (direttore d'orchestra) erwähnen.

11. Cembalist (Band VI, p. 537-540): siehe Bühnenbildner.

12. Violinisten (Band VI, p. 541-544): siehe Bühnenbildner.

13. Andere Instrumentalisten (Band VI; p. 545-548): siehe Bühnenbildner.

14. Sängerinnen und Sänger (Band VII, p. 3-687: siehe Bühnenbildner. Für jede/n Einzelne/n sind Jahr und Ort der Aufführung und die Rollenbezeichnung in jeder Oper genannt. Wo es möglich war, ist Geburtsdatum und Stimmfach angegeben.

15. Lehrer von Konservatorien und Seminaren in Schulaufführungen (Band VI, p. 549-550): siehe Bühnenbildner. Hinzugefügt werden zu den Namen die Funktion in der Institution: z.B. Maestro di Mandolino, Maestro di ballo e spada etc.

16. Tänzer (Band VI, p. 551-573): siehe Bühnenbildner.

(js)

 

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Letztes Update: 10.10.2014